Im September sollten wir uns unter der monumentalen Skulptur von Moses im Innenhof des Nationalmuseums in Stettin wieder treffen. Wegen der Pandemie wäre dies schwierig. Dank der Unterstützung vieler Partner und Institutionen verlegen wir die Jüdischen Musiktage ins Internet. Wir bereiten zwei Konzerte online für Sie vor. Tatsächlich werden dies zwei Filme sein, in denen wir große Instrumental- und Vokalmusik uraufführen werden. Wir werden auch ein Stück schönes Stettin zeigen. Vor dem Krieg gehörte die Stadt zu Deutschland, jetzt liegt sie innerhalb der polnischen Grenzen.


Der erste Film wird eine Begegnung mit Instrumentalmusik sein. Wir werden nach den Quellen jüdischer Folklore suchen und nachvollziehen, wie sie zur Grundlage für klassische und zeitgenössische Musik wurden. Im zweiten Film hören Sie Vokalmusik mit Orgelbegleitung. Im nächsten Teil des Projekts Musik der Neuen Synagoge kehren wir in die Stettiner Vorkriegs-Grüne- Schanze-Straße und in das wunderschöne Gebetshaus zurück, das einst dort stand.

Samstag, 19 september 2020, 19:00

KONZERT „KLEZMER-TRADITION”

Premiere des Films auf facebook.com/museum.szczecin

 

Interpreten:
Quartett "Tanz des Feuers" bestehend aus:
Grzegorz Tobis - Klarinette, Schlaginstrumente, Arrangements
Waldemar Żarów - Klarinette, Bassetthorn
Piotr Wybraniec - Klarinette
Tomasz Żymła - Bassklarinette

 

Heutzutage sind Violine und Klarinette untrennbar mit der jüdischen Musik verbunden. Bevor sie zeitgenössische Formen annahmen, spielten jüdische Musiker hauptsächlich auf Schalmeien - Pfeifen mit seitlichen Öffnungen und Doppelrohrblättern. Da Instrumentalmusik in Synagogen bis ins 19. Jahrhundert als Zeichen der Trauer nach dem zerstörten Tempel von Jerusalem verboten war, traten die Klezmeorim bei säkularen Anlässen auf. Im Gegensatz zu den früheren Ausgaben haben wir uns diesmal entschieden, uns mit dem Klezmer-Erbe zu befassen, um die Geschichte dieser Musik und ihrer Transformationen zu analysieren. Es stellte sich heraus, dass die alten Melodien nicht nur mit
dem arabischen und balkanischen Kulturkreis verbunden sind, sondern dass ihr Echo ist sogar. . . im gregorianischen Gesang zu hören ist. Im ersten Konzert werden wir zunächst in der Zeit zurückgehen und uns traditionelle jüdische Melodien anhören, um zu sehen, wie sie in verschiedenen Liedern bis heute fortleben.

Sonntag, 20. September 2020, 19:00

KONZERT „MUSIK DER NEUEN SYNAGOGE: ARNO NADEL”

Premiere des Films auf facebook.com/museum.szczecin

 

Interpreten:
Isidoro Abramowicz - Kantor
Jakub Stefek - Orgel
Vokalensemble Cantus Delicium
Tomasz Szutkowski – Dirigent

 

Vor einem Jahr erinnerten wir im Rahmen des Musikkonzerts der Neuen Synagoge an den bedeutendsten Komponisten der Synagogenmusik, Louis Lewandowski (1821‒1894), der u. a. Werke für die Jüdische Gemeinde Stettin schuf. In diesem Jahr entdecken wir Arno Nadel (1878‒1943) - Komponist, Musikwissenschaftler, Philosoph, Popularisierer, Organist, Dichter und Maler. Er wurde in Vilnius geboren, studierte in Królewiec, lebte in Berlin, besuchte Stettin. Seine Musik ist das Ergebnis vieler Reflexionen über die Welt, Gott, den Menschen und dessen Identität. Der ungewöhnliche Stil
verbindet traditionelle Melodien mit moderner Musiksprache. Arno Nadel nutzte alle Möglichkeiten der Orgel, des Kantors und des Chores perfekt aus - er glaubte, dass die wirkliche jüdische Musik nur Synagogenmusik (d. h. geistliche Musik) ist. Er, der bis zum Ende an das Gute, die Wahrheit und die Schönheit glaubte, kam in Auschwitz um, und seine Musik ist bis heute in Stettin nicht mehr erklungen.

Bios:

Dance of Fire - das erste Klarinettenquartett in Polen, das sich auf Quellenmusik spezialisiert hat. Es ist Preisträger des 20. Internationalen Jüdischen Musikfestivals in Amsterdam. Seine Mitglieder sind Absolventen der Musikakademie in Kattowitz und Musiker führender polnischer Orchester. Sie
schlossen sich 2014 zusammen, um ihrer Leidenschaft für traditionelle Musik nachzugehen und neue Farben und Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen. So entstand eine feurige Mischung aus klassischer Technik und volkstümlicher Energie.

Isidoro Abramowicz - Kantor der Synagoge Pestalozzistraße in Berlin, Musikdirektor der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sowie Leiter der kantoralen

Studien am Abraham-Geiger-Kolleg an der Uiversität Potsdam. Gegenwärtig einer der anerkanntesten jüdischen Kantoren der Welt. Er ist mit dem
jüdischen Leben in Skandinavien, Israel und seiner Heimat Argentinien verbunden. Neben seinen Aufgaben als Kantor gilt seine große Leidenschaft auch dem Tango.


Jakub Stefek - Dozent an der Kunstakademie in Szczecin und Absolvent der Fryderyk-Chopin- Musikuniversität in Warschau. Seit 2018 ist er wieder mit seiner Heimatstadt Szczecin verbunden, wo er eine Reihe von Projekten leitet und auch mit der Mieczysław-Karłowicz-Philharmonie zusammenarbeitet. Er tritt in Polen und im Ausland auf, leitet die Stiftung SPOT.ON ART und beschäftigt sich mit dem Marketing für darstellende Künste.


Cantus Delicium Vokalensemble - der Chor wurde als Pfarrensemble gegründet und ist im Laufe der Zeit zu einer Gruppe junger Menschen voller Leidenschaft und Ambition herangewachsen. Das anfängliche Repertoire, das hauptsächlich auf Liedern in lateinischer Sprache basierte, wurde um
Kirchen-, Volks- und Volksmusik bereichert. Dirigent ist der Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Szczecin, Tomasz Szutkowski. Cantus Delicium hat unter seiner Führung bereits eine beeindruckende Anzahl von Auszeichnungen bei Wettbewerben in Polen und Europa
gewonnen.ytetu Szczecińskiego Tomasz Szutkowski. Cantus Delicium pod jego kierownictwem zdobył już imponującą ilość nagród na konkursach w Polsce i Europie.

Kwartet Dance of Fire", który wystąpi podczas Dni Muzyki Żydowskiej 2020
Isidoro Abramowicz podczas Dni Muzyki Żydowskiej w Szczecinie 2019
Zespół wokalny Cantus Delicium

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